Was sagen wissenschaftliche Studien zur Wirkung von CBD auf unser Immunsystem?

Unser Immunsystem ist das Schutzschild, welches uns Tag für Tag vor schädlichen Umwelteinflüssen, Viren und Bakterien schützt. Doch auch dieses ist nicht unfehlbar, leidet unter Schwächen und verlangt seinerseits nach Pflege.

CBD Immunsystem

Wir wollten daher wissen, wie sich CBD auf das Immunsystem auswirkt, ob es bei Autoimmunerkrankungen helfen kann sowie welche präventive Einnahme sinnvoll ist. In diesem Artikel erklären wir daher die Funktion unseres Schutzschildes und die Wirkung von Cannabidiol.

Dabei ziehen wir aktuelle Studien zu Rate und referenzieren Erfahrungsberichte. Mehr zum Thema Einnahme, Dosierung und Produkte findest du in den folgenden Zeilen.

Viel Spaß!

Funktionsweise des Immunsystems: Spezifischer & unspezifischer Schutz

Unsere Haut schützt uns bereits vor einigen sichtbaren und unsichtbaren Gefahren, die an jeder Ecke lauern. Aber Viren, Bakterien und Pilze können diese Barriere durchdringen und würden in unserem Körper immense Schäden anrichten, wenn es das Immunsystem nicht gäbe.

Dabei unterscheiden wir zwei Arten des Immunsystems: Unspezifischer und spezifischer Schutz.

Den unspezifischen Schutz tragen wir seit der Geburt in uns. Ein gesundes System unterscheidet zwischen körpereigenen und körperfremden Substanzen und bekämpft alles was nicht zu uns gehört. Dafür produziert das Immunsystem bestimmte Proteine, Säuren und Enzyme.

Der spezifische Schutz baut sich erst im Laufe unseres Lebens auf und ermöglicht es mit Bakterien und Viren, die dem Immunsystem schon einmal begegnet sind, besser umzugehen. Zu diesem Zweck baut es Antikörper gegen Mikroorganismen auf.

Nach einer überstandenen Infektion sind wir so in der Zukunft gegen so manche Krankheiten teilweise oder vollständig Immun. Ein Beispiel für eine vollständige Immunität nach überstandener Infektion wären Windpocken.

Wie entstehen Entzündungen & was sind die Ursachen?

Doch auch wenn wir eine Infektion nicht gleich abwehren können, ist unser Immunsystem nicht vollständig wehrlos. Es reagiert mit Entzündungen, welche die infizierte Stelle oder das entsprechende Organ angreifen und die Infektion bekämpfen.

Zur Eindämmung der Entzündung werden zusätzlich noch Plasmaproteine produziert.

Doch nicht bei jedem Menschen ist das Immunsystem gleich gut ausgeprägt. Wer schon auf kleinere Beeinträchtigungen mit einer großflächigen Entzündung reagiert, leidet unter einem geschwächtem Immunsystem.

Wie wirkt CBD

Wirkung: Wie wirkt CBD und welchen Einfluss hat es allgemein?

Das Immunsystem ist nicht das einzige lebenswichtige System im Organismus des Menschen. Neben den bekannten Herz-Kreislaufsystem, Atmungssystem und Verdauungssystem existiert bei den meisten Säugetieren auch das sogenannte Endocannabinoid-System.

Dieses produziert eigenständig Anandamid, ein Cannabinoid welches an Rezeptoren im Körper andockt und so essentielle Körperfunktionen steuert.

Anandamid hat aber auch einen “Feind” und zwar das Enzym FAAH. Extern zugeführtes Cannabidiol fördert den Abbau des Enzym, lässt den Anandamid Spiegel steigen und fördert so indirekt das Wohlbefinden, baut Stress ab und kann auch bei Krankheiten wie Epilepsie1)Devinsky O et al. Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. N Engl J Med. 2017, Psychosen2)Batalla A et al. The Potential of Cannabidiol as a Treatment for Psychosis and Addiction: Who Benefits Most? A Systematic Review. J Clin Med. 2019 oder sogar Krebs hilfreich sein.

Hat Cannabidiol einen positiven Einfluss auf das Immunsystem?

Ersten Studienergebnissen zufolge, hat CBD einen überwiegend positiven Einfluss auf das Immunsystem. Belegt ist dies allerdings noch nicht. Trotz vieler positiver Erfahrungen, braucht es noch Langzeitforschung, um eine eindeutige Aussage treffen zu können. Wer anderweitige Aussagen tätigt, ist nicht seriös.

Sehen wir und den möglichen Einfluss von CBD nun näher an:

  • Es verbessert den individuellen Gesundheitszustand. Wer weniger unter anderen Krankheiten und Symptomen leidet, kann sich auch besser auf die Abwehr von Viren und Bakterien konzentrieren.
  • Es verbessert die Schlafqualität: Wie auch wir braucht unser Immunsystem Zeit um sich zu regenerieren. Das passiert über Nacht im Schlaf, zumindest solange wir auch eine gesunde Nachtruhe einhalten. Studien und Erfahrungen weisen darauf hin, dass CBD die Schlafqualität deutlich verbessern kann3)Shannon S, Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series, Perm J., 2019
  • Es fängt und tötet freie Radikale. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, welche Zellen angreifen und zerstören können. Das Immunsystem nutzt sie auch um damit Krankheitserreger anzugreifen, doch bei einem Überschuss richten sie sich nicht selten auch gegen eigene, gutartige Zellen.
  • Es hat wahrscheinlich auch Einfluss auf das zentrale Nervensystem. Die Medizin kann heute bereits eine Entzündung anhand eines speziellen Signalstoffes vorhersagen. Das Nervensystem produziert schon davor Zytokine, ein spezielles Protein, welches beim Entzündungsprozess eine tragende Rolle spielt. Das Endocannabinoid-System ist in der Lage die Zytokine zu zerstören und so womöglich Entzündungen vorbeugen.

CBD und seine Wirkung bei Autoimmunerkrankungen

Doch bei manchen Menschen holt das Immunsystem auch zum Rundumschlag aus und greift auch körpereigene Stoffe und Zellen an. Geschieht dies, spricht man von einer Autoimmunerkrankung.

Medikamente gibt es zwar, doch schwächen sie meist auch das gesamte Immunsystem und machen die Patienten anfälliger für andere Krankheiten. CBD hingegen könnte hier für eine zielgerichtete Behandlung eingesetzt werden.

Hier sind einige Anwendungsgebiete:

  • Stress: Keine Autoimmunerkrankung aber dennoch verhältnismäßig oft für Entzündungen verantwortlich. Wie erwähnt, sprechen die Erfahrungen hier für sich. Die meisten Konsumenten von Cannabidiol Produkte fühlen sich ruhiger und entspannter ohne dabei “high” zu werden.
  • Multiple Sklerose: Die Autoimmunerkrankung MS erzeugt immer wieder aufflammende Entzündungen im Gehirn, welche sich ohne Behandlung auch auf das Nervensystem ausbreiten und dort Lähmungen, Sinnesbeeinträchtigungen und starke Schmerzen verursachen. Zumindest gegen die auftretenden Spastiken konnte CBD schon gute Ergebnisse erzielen4)Marinelli L et al. The effect of cannabinoids on the stretch reflex in multiple sclerosis spasticity. Int Clin Psychopharmacol. 2016
  • Morbus Crohn: Auch bei der Morbus Crohn treten vermehrt Entzündungen, diesmal im Darmtrakt, auf. Auch hier kann CBD seine entzündungshemmende Wirkung entfalten und außerdem Schmerzen reduzieren. Besonders deshalb, weil CBD die Bewegungen des Darms reduzieren kann5)Capasso R, et al. Cannabidiol, extracted from Cannabis sativa, selectively inhibits inflammatory hypermotility in mice. 2008
  • Hauterkrankungen: Diverse Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis führen ebenfalls zu Entzündungen und Schädigungen des Organs. Mit ein Grund warum einige Hersteller bereits mit CBD Salben und Cremen am Markt vertreten sind6)Mounessa J, et al. The role of cannabinoids in dermatology. 2017
  • Krebs: Der Einsatz von Hanf gegen Krebs wird schon seit gefühlten Ewigkeiten diskutiert und einige Mediziner gehen mittlerweile davon aus, dass CBD eine gute komplementäre Therapie zu den bekannten Maßnahmen sein kann. Zumindest die Symptome und Begleiterscheinungen von Krebs (zum Beispiel: Schmerzen und Depressionen) können damit behandelt werden7)Liang C et al. A population-based case-control study of marijuana use and head and neck squamous cell carcinoma. Cancer Prev Res (Phila Pa) 2009

Was sagen Wissenschaft & Experten dazu?

Die meisten Aussagen stützen sich derzeit auf Erfahrungen, Beobachtungen, kleinen Pilotstudien und Experimenten. Oft ist die Versuchsgruppe sehr klein oder die Wirkung wurde nur an Tieren getestet. Umfangreiche Studien und Ergebnisse stehen also zumeist noch aus.

Was wir heute schon sehr genau wissen ist die beschriebene Wirkung von Anandamid im Endocannabinoid-System. Es hat offenbar einen tatsächlichen Einfluss auf die Neurogenese und Neurodegeneration oder zu deutsch: Die Bildung neuer Zellen und die Erhaltung von bestehender Zellfunktionen.

Wer sich eingehender mit Forschungsberichten und Studienergebnissen beschäftigen möchte kann dies ganz einfach auf unserer Studienseite tun.

Einnahme und Dosierung von CBD Öl

Anwendung, Einnahme und Dosierung

Auch wenn du derzeit nicht von einer der genannten Krankheiten betroffen bist, kann CBD schon als präventive Maßnahme erfolgversprechend sein. Wer den Wirkstoff aus der Hanfpflanze nun probieren möchte, steht vor einer gewaltigen Auswahl an Produkten und Einnahmeformen, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Zur besseren Übersicht haben wir die drei Bekanntesten in einer Tabelle gegenübergestellt:

SublingualOralInhalation
EinnahmeUnter die ZungeSchluckenEinatmen
AbsorptionSchleimhäuteMagenLunge
Wirkungseintrittcirca 10 Minutencirca 60 Minutencirca 30 Sekunden
Wirkungsdauer2 bis 3 Stundenbis zu 8 Stunden1 bis 2 Stunden
ProdukteÖl, Isolat, PasteKapseln, LebensmittelBlüten, Liquid
VorteileAllrounder; leichte Handhabung; schnelle und langanhaltenden WirkungSehr lange Wirkung; besserer GeschmackExtrem schnelle Wirkung; besserer Geschmack
Nachteile Geschmack für viele Menschen gewöhnungsbedürftigSpäter Wirkungseintritt; Dosierung nicht immer einfachMögliche Gesundheitsrisiken von Rauchen oder Vapen; kurze Wirkungsdauer

Bei der Dosierung ist es hingegen immer empfehlenswert sich an die eigene Menge heranzutasten. Jeder Mensch ist individuell und braucht dementsprechend auch unterschiedliche Dosierungen. Als Faustregel lässt sich aber sagen, dass Einsteiger und gesunde Menschen mit kleinen Mengen zwischen 0,5 und 20mg pro Tag auskommen.

Bei schweren Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen kann diese aber auch um die 100mg pro Tag betragen.

Top CBD Produkte im Überblick

Wie bei jedem Produkt kommt es auch beim Wirkstoff CBD auf die Qualität an. Da der Verkauf aber nur mäßig reguliert ist, gibt hier immense Unterschiede. Wir stellen hier einige Produkte vor, die wir guten Gewissens weiterempfehlen können:

Zusammenfassung

Ob CBD das Immunsystem stärken kann, ist noch unklar. Indizien weisen zwar darauf hin, doch Beweise stehen noch aus. Positive Ergebnisse konnte man aber schon bei der Behandlung von einigen Autoimmunerkrankungen erzielen.

Vielleicht wissen wir aber schon in naher Zukunft durch die Veröffentlichung von weiteren vor allem langfristigen Studien mehr über das Zusammenspiel des Endocannabinoid- und des Immunsystems.

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Quellen   [ + ]

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Cornelius

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