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Wie wirkt CBD Öl bei Hunden?

Mensch und Tier sind in vielen Punkten ja sehr ähnlich. So ist es fast naheliegend, dass man sich als überzeugter CBD Konsument irgendwann die Frage stellt, ob nicht auch der beste Freund des Menschen dadurch Vorteile hat. Diese Frage haben wir uns auch gestellt und Antworten gefunden. Diese präsentieren wir hier.

von Maximilian Tor

CBD Öl Hund

Wir klären dabei die Fragen: Was ist CBD und wie wirkt es bei Hunden? Für die Behandlung welcher Symptome kommt es in Frage und welche Nebenwirkungen gibt es bei Hunden? Wie wird CBD Öl hergestellt und wie erkenne ich als Laie ein gutes Produkt? Das und mehr und ein kleiner Kaufguide obendrein bekommst du in diesem Artikel. Viel Spaß!

Wofür steht CBD?

CBD ist die Kurzform für Cannabidiol. Es handelt sich um einen Wirkstoff der Cannabis Sativa Pflanze, dem man eine Reihe an positiven Eigenschaften zuschreibt. Darunter die Reduktion von Stress, Angst und Panik, Schmerzlinderung und einen positiven Effekt auf das Immunsystem, das Herz und den Blutdruck.

Anwendungsgebiete & Wirkung: Wie wirkt CBD bei Hunden?

Hunde besitzen wie wir Menschen ein Endocannabinoid-System. Dieses besteht aus Rezeptoren, die im ganzen Körper verteilt gewisse Funktionen übernehmen. Von außen zugeführtes CBD erhöht die Konzentration der körpereigenen Cannabinoide und erhöht deren Leistungsfähigkeit.

Die Wirkung von CBD auf Hunde wird zwar zunehmend untersucht, doch wissenschaftliche Ergebnisse stehen Großteils noch aus. Viele Hundebesitzer berichten aber bereits von überzeugenden Ergebnissen bei folgenden Symptomen des Vierbeiners:

  • Angstzustände und Panik
  • Schmerzen und Entzündungen
  • Probleme am Bewegungsapparat
  • Epilepsie
  • Schwäche des Immunsystems
  • Verdauungsprobleme
  • Alterserscheinungen
  • Probleme mit der Haut oder dem Fell des Tieres

Cannabidiol könnte bei deinem Hund außerdem bei folgenden Krankheiten helfen.

Arthritis

Die Symptome von Arthritis sind schmerzhafte Entzündungen an den Gelenken des Tieres. Bewegungen sind nur noch eingeschränkt möglich. CBD kann sowohl die Entzündungen hemmen als auch die lähmenden Schmerzen lindern1)Hammell DR et al., Transdermal cannabidiol reduces inflammation and pain-related behaviours in a rat model of arthritis. 2016, Eur J Pain..

Epilepsie

Ein nicht geringer Prozentsatz an Hunden leidet unter epileptischen Anfällen. Die Ursache sind elektrische Störungen im Gehirn, die unter anderem auf Stoffwechselerkrankungen zurückführbar sind. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass Cannabidiol nicht nur die Muskelkrämpfe lindert, sondern sogar bei vorzeitiger Einnahme die Dauer und Häufigkeit der Anfälle reduzieren kann2)Stephanie McGrath et al., Randomized blinded controlled clinical trial to assess the effect of oral cannabidiol administration in addition to conventional antiepileptic treatment on seizure frequency in dogs with intractable idiopathic epilepsy, Journal of the American Veterinary Medical Association, 2019.

CBD bei Angst

Angst

Angstzustände bei Hunden haben viele Ursachen. Die Angst oder Panik kann dabei von bestimmten Situationen (zum Beispiel bei Tierarzt Besuchen), als auch aus spezifischen Gründen (zum Beispiel Lärm) ausgelöst werden. Auch Trennungsangst ist nicht unüblich. CBD kann die Lebensqualität des Tieres verbessern, indem es den Hund beruhigt und entspannt. Die Behandlung ist sowohl dauerhaft als auch akut möglich3)Shannon S, Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series, Perm J., 2019.

Schmerzen

Schmerzen sind für das Tier unangenehm und für den Besitzer belastend. Schmerzmittel wirken zwar sehr gut, haben aber oft unberechenbare Nebenwirkungen. Die Begleiterscheinungen von CBD sind hingegen sehr schwach. Erste wissenschaftliche Ergebnisse sind in diesem Bereich vielversprechend4)Eva Martín-Sánchez et al., Systematic Review and Meta-analysis of Cannabis Treatment for Chronic Pain, 2009, Pain Medicine. Es könnte also sein, dass Cannabidiol eine erfolgreiche Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Mitteln ist.

Allergie

Allergien äußern sich durch gereizte, gerötete und juckende Haut. Gerade bei Tieren ist eine Behandlung nicht immer einfach. Studien legen nahe, dass CBD zwar keine Allergie heilen kann, aber das Potential besitzt die Auswirkungen zu reduzieren5)Ständer S et al. Topical cannabinoid agonists: An effective new possibility for treating chronic pruritus. Hautarzt 2006.

Krebs

Ist nicht nur die Geißel der Menschheit, sondern auch die von Hunden. Derzeit behandelt man die Krebszellen mit einer Chemo- oder Strahlentherapie. Diese ist oft schmerzhaft und schränkt die Lebensqualität ein. Es gibt Hinweise darauf, dass CBD die Nebenwirkungen der Therapie lindern kann. Tatsächlich scheint es sogar die Wirkung dieser positiv zu beeinflussen und Krebszellen abzutöten6)Massi P et l., Cannabidiol as potential anticancer drug. 2013, Br J Clin Pharmacol. Durch Langzeitstudien bewiesen, ist dies allerdings noch nicht.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die Begleiterscheinungen bei Cannabidiol sind im Verhältnis zu herkömmlichen Medikamenten sehr gering. Unter Umständen tritt Müdigkeit, ein trockener Mund, Durchfall, Appetitlosigkeit oder ein niedriger Blutdruck ein. Diese Nebenwirkungen treten aber eher selten und bei zu hohen Dosierungen auf7)Kerstin Iffland und Franjo Grotenhermen: An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies. 2017.

CBD Produkte machen auch nicht “high”. Eine psychoaktive Wirkung hat die Cannabis Pflanze nur dank dem Cannabinoid THC. Dieses ist in den legalen und frei verkäuflichen Produkten aber nur in geringen Mengen vorhanden.

Auch eine Überdosierung ist in der Praxis eigentlich nicht möglich. Somit ist CBD vollkommen ungefährlich für deinen Hund.

Anwendung: Wie verwendet man CBD Produkte für den Hund?

Am Markt haben sich die verschiedensten CBD Produkte und unterschiedliche Einnahmeformen etabliert. Einige eignen sich dabei für den Hund besser als andere. Am beliebtesten für Mensch und Tier ist das CBD Öl. Es ist vielseitig einsetzbar und wirkt vergleichsweise schnell. Du kannst es unter das Essen deines Vierbeiners mischen oder ihm direkt unter die Zunge tröpfeln. Nach 10 bis 15 Minuten sollte eine Wirkung eintreten.

Der Geschmack von Cannabidiol ist aber nicht jederhunds Sache. Deswegen gibt es auch eine Reihe an Leckereien für Hunde wie CBD Kekse, Globuli oder Kapseln. Auch Creme werden gerne verwendet. Oral eingenommenes CBD, gerade in Lebensmittel braucht aber seine Zeit, bis es die Wirkung entfaltet. Mit etwa einer Stunde bis zum Effekt muss man rechnen.

Übrigens kannst du CBD sehr flexibel verwenden. Eine dauerhafte Anwendung ist genauso möglich wie eine kurweise Verwendung oder der Einsatz bei akuten Fällen. Der Wirkstoff richtet sich auch nicht nach Tages- oder Nachtzeiten. Den Zeitpunkt der Einnahme kannst du nach persönlichen Präferenzen selbst bestimmen.

Ein CBD Öl für Menschen und Hunde?

Es wäre zwar möglich deinem Hund dasselbe Öl zu verabreichen, welches du auch selbst nimmst, doch wir raten davon ab. Die CBD Konzentration ist hier meist zu hoch. Nicht umsonst gibt es spezielle Produkte, die genau auf das Körpergewicht und den Körperbau eines Hundes ausgelegt sind.

Die richtige Dosierung

Die optimale Dosierung beim Hund ist leider genauso schwierig zu finden wie beim Menschen. Dazu spielen einfach zu viele Faktoren eine tragende Rolle. Körperbau, Gewicht, Stoffwechsel und Körperchemie beeinflussen die notwendige Menge genauso wie die zu behandelnde Krankheit. Ob du CBD zu therapeutischen oder medizinischen Zwecken verwenden möchtest, macht auch einen großen Unterschied.

Taste dich an die perfekte Dosierung heran. Starte mit einer kleinen Menge und beobachte das Verhalten deines Hundes. Bei ausbleibender Wirkung kannst du die Dosis erhöhen.

Welche Erfahrungen haben Hundebesitzer gemacht?

Viel aussagekräftiger als die momentanen Studien, sind die Erfahrungsberichte der Hundebesitzer, die CBD bereits getestet haben. Sie erzählen von hervorragenden Ergebnissen in der Schmerztherapie. Eine Nutzerin berichtet sogar davon, dass ihr Hund nach 14 Tagen mit CBD wieder komplett schmerzfrei unterwegs war.  Ein anderer Nutzer bemerkte eine deutliche Verbesserung bei Ängsten die durch Lärm (hier im speziellen: Silvesterraketen) verursacht wurden. Die vielen positiven Berichte haben uns überzeugt.

Das sagt ein Tierarzt

Auch Veterinärmediziner setzen CBD zunehmend für die Behandlung diverser Krankheiten bei Hunden ein. Von der Wirkung ist zum Beispiel Tierarzt Mag.med.vet. Emin Jasarevic überzeugt. In einem Statement berichtet er von positiven Ergebnissen bei chronischen Schmerzen, Angstzuständen oder Problemen mit dem Immunsystem. Er warnt jedoch auch davor CBD als Wundermittel anzusehen. Ein Effekt ist wahrscheinlich aber nicht immer zu verzeichnen.

CBD Produkte

Wie werden CBD Produkte hergestellt?

Um ein Produkt mit Cannabidiol für den Hund herzustellen, muss zunächst ein CBD Extrakt aus der Pflanze gewonnen werden. Dafür gibt es verschiedene Extraktionsmethoden, doch nur zwei haben sich am Ende durchgesetzt:

  • Extraktion mit Lösungsmittel: Als Lösungsmittel eignen sich viele Stoffe. Darunter: Erdöl, Butan, Propan, Öl oder Ethanol. Bis auf die letzten beiden, sind diese Lösungsmittel aber alle giftig und hinterlassen unter Umstände Rückstände. Aber auch Öl und Ethanol sind nicht perfekt. Sie extrahieren nur sehr wenig CBD.
  • Extraktion mit CO2: Deshalb hat sich die Extraktion mit CO2 etabliert. Hier wird das Kohlendioxid unter Druck erhitzt und das Extrakt so aus der Pflanze gepresst. Hier bleiben keine Rückstände zurück und es wird auch viel CBD extrahiert. Das Verfahren ist jedoch etwas teurer.

Was versteht man unter Vollspektrum CBD Öl

Ein Vollspektrum CBD Öl wird von vielen als das hochwertigste Cannabidiol Öl angesehen. Und das wohl zurecht. Es enthält neben dem CBD noch viele andere Cannabinoide, sowie Terpene, Vitamine und Mineralstoffe. Es handelt sich somit um das volle Spektrum der Hanfpflanze. Bereits 2011 konnten Wissenschaftler feststellen, dass sich die Aufnahmefähigkeit von CBD deutlich verbessert, wenn es nicht isoliert verabreicht wird8)Russo, Ethan B. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects, 2011, Br J Pharmacol.

Wie finde ich das beste Öl für meinen Hund

Damit du auch das beste CBD Öl für deinen Vierbeiner bekommst, gilt es einige Punkte zu beachten. Diese Kriterien sollten erfüllt werden:

  • Kaufe ein Voll- oder Breitbandspektrum Öl
  • Es sollte mittels CO2 gewonnen worden sein
  • Achte auf den CBD Wert und das dieser zu deinem Tier passt
  • Achte auf ein Analysezertifikat
  • Achte auf das Herkunftsland der verwendeten Pflanze
  • Achte auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis

Fazit

CBD Öl hat auch auf den Hund einen positiven Einfluss. Das bestätigen erste wissenschaftlicher Ergebnisse, Veterinärmediziner und vor allem Hundehalter. Dabei kann es gegen viele verschiedene Krankheiten und Beschwerden helfen und für mehr Lebensqualität sorgen. CBD Öl ist aber auch keine Wunderwaffe und man darf keine Spontanheilung erwarten. Achte beim Kauf auf ein paar Dinge und du wirst mit Sicherheit das optimal CBD Produkt für deinen Vierbeiner finden.

Du kannst anderen mit deiner Erfahrung helfen? Dann schreibe doch ein Kommentar unter diesen Artikel und berichte anderen von deinen Erlebnissen.

Quellen   [ + ]

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