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Die Anwendung von CBD Öl – welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wenn du im Internet nach CBD suchst, wirst du auf eine Vielzahl an Artikel stoßen, welche die positive Wirkung des Cannabinoids beschreiben. Doch wie sieht es eigentlich mit den Schattenseiten von Cannabidiol aus? Was kann im schlimmsten Fall passieren?

von Maximilian Tor

CBD Öll Nebenwirkungen

Wir zeigen dir in diesem Artikel, welche Neben- und Wechselwirkungen CBD hervorrufen kann. Wir klären ob CBD abhängig macht, ob du davon „high“ werden kannst und was Grapefruits und Cannabidiol gemeinsam haben. Am Ende dieses Artikels weißt du, wie du die Produkte richtig einnimmst und welche Dosierung eingehalten werden sollte.

Wir stützen alle unsere Aussagen wie immer auf wissenschaftlich fundierte Studien.

Los geht’s!

Was genau ist CBD überhaupt?

CBD (Cannabidiol) ist eines von vielen Cannabinoiden der Cannabispflanze. Obwohl die meisten eher unbekannt sind, kennen einige zumindest das psychoaktive THC. Man könnte CBD als den braven Bruder von THC bezeichnen.

Es hat eine Reihe von positiven Effekten auf den menschlichen Körper, ohne dabei die Psyche des Anwenders zu verändern und ihn im Alltag einzuschränken. CBD ist heute bereits ein wichtiger Bestandteil der modernen Medizin und wird vor allem für therapeutische Zwecke gern verwendet.

Welche Inhaltsstoffe beinhaltet CBD Öl?

Das populärste CBD Produkt ist ohne Frage Öl. Neben der leichten Anwendung und guten Dosierbarkeit hat es auch noch einen anderen Vorteil: Die Inhaltsstoffe. Neben Cannabidiol enthält das Öl nämlich:

·     Gamma-Linolsäure

·     Vitamin B1, B2 und E

·     Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium

·     Omega 3 und 6 Fettsäuren im besten Verhältnis von 1:3

Was sagt die Wissenschaft & Studien zu CBD?

Obwohl es in der traditionellen Medizin schon lange Anwendung findet, wird erst seit kurzem intensiv an CBD und dessen Wirkungsweise geforscht. Es zeigt sich, dass die Substanz für einen sehr vielfältigen Einsatz geeignet ist. Das Spektrum umfasst leichte Beschwerden wie Einschlafprobleme & innere Unruhe, genauso schwere Erkrankungen wie Krebs und Psychosen.

CBD kann sich positiv auf den Herzrhythmus auswirken und bei Suchterkrankungen helfen. Auch zum Abnehmen kann das Cannabidiol verwendet werden. Dies ist nur ein kleiner Auszug hinsichtlich der möglichen Einsatzgebiete.

Sind beim CBD Gebrauch Nebenwirkungen zu erwarten?

In der Regel nicht. CBD gilt im Allgemeinen als sehr verträglich und ist wohl auch deshalb eine so beliebte Alternative zur Schulmedizin. Räumen wir hier aber noch schnell mit zwei Mythen auf:

Kann ich von CBD abhängig werden?

CBD macht nicht abhängig. Es wird sogar gerne zur Suchtbekämpfung verwendet. Es stellt sich normalerweise auch kein Gewöhnungseffekt ein, so dass die Dosierung immer gleich bleiben kann.

Kann ich von CBD „high“ werden?

Nein, CBD macht nicht “high”. Das Cannabidiol hat keine psychoaktive Wirkung und fällt deshalb auch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.

Nebenwirkungen bei der Einnahme

Diese Nebenwirkungen sind bei der Einnahme möglich!

Obwohl Cannabidiol sehr verträglich ist, kann man es nicht frei von Nebenwirkungen sprechen. Wir möchten aber anmerken, dass die meisten Begleiterscheinungen nur schwach ausgeprägt sind, von selbst schnell wieder verschwinden und meist bei zu hohen Dosierungen auftreten.

Appetitlosigkeit

Bei Untergewichtigen Personen sollte man Vorsichtig sein, denn CBD kann den Appetit zügeln 1)Wiley JL, Burston JJ, Leggett DC, Alekseeva OO, Razdan RK, Mahadevan A, Martin BR. CB1 cannabinoid receptor-mediated modulation of food intake in mice. 2005 Br J Pharmacol. Was hier als Nebenwirkung definiert ist, wird aber gerne genutzt, um Adipositas Patienten zu helfen.

Trockener Mund

Mundtrockenheit kommt nicht selten beim Konsum von CBD vor. Zum Glück kann ein Schluck Wasser bereits Abhilfe schaffen. Grund für die Trockenheit ist übrigens eine verminderte Speichelproduktion. Diese wird von Rezeptoren gesteuert, die mit den Cannabinoiden reagieren 2)Prestifilippo JP et al. Inhibition of salivary secretion by activation of cannabinoid receptors. 2006, Exp Biol Med.

Müdigkeit

Manchmal setzt eine gewisse Müdigkeit nach dem Konsum ein. Viele Menschen nutzen daher CBD auch als Einschlafhilfe. Tatsächlich wird aber auch das Gegenteil oft beobachtet. Konsumenten fühlen sich Fitter und Aktiver. Bevor du nicht weißt, wie du auf CBD reagierst, solltest du es vorsichtshalber nicht vorm Autofahren oder ähnlichen Tätigkeiten nutzen.

Benommenheit

Selten kann es zu einer gewissen Benommenheit kommen. Vielleicht auch ein Grund warum viele Menschen noch immer glauben, dass CBD „high“ macht. Koffeinhaltige Getränke sollten das Problem schnell lösen.

Sinkender Blutdruck

Ähnlich wie bei der Appetitlosigkeit ein zweischneidiges Schwert. Ein sinkender Blutdruck erzeugt Schwindel und Müdigkeit. Andererseits ist dies mit ein Grund, dass CBD auch bei Herzproblemen helfen kann 3)Jadoon KA, Ta und Sullivan. A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study. 2017, JCI Insight.

Durchfall

Warum weiß man noch nicht genau, aber es dürfte wohl der Einfluss auf den Hormonhaushalt sein, der manchmal bei der Einnahme von CBD Durchfall erzeugt. Keine Sorge! Dies passiert nur sehr selten 4)Kerstin Iffland und Franjo Grotenhermen: An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies. 2017, Cannabis Cannabinoid Res.

Allergien

Eine steigende Anzahl an CBD Konsumenten reagiert auf das Cannabinoid allergisch. Klingt dramatischer als es ist, denn schließlich steigt ja auch die Zahl der Konsumenten stetig. Fakt ist: CBD kann wie viele andere Substanzen auch, eine allergische Reaktion hervorrufen.

Schlafprobleme

Einschlafen sollte mit CBD kein Problem sein. Manche Menschen berichten aber, dass die Schlafqualität zu Beginn der Einnahme abgenommen hat. CBD versetzt uns schneller und tiefer in die Tiefschlafphase. Deswegen träumen wir mehr und realistischer und werden öfters wieder wach 5)Chagas MH et al., Cannabidiol can improve complex sleep-related behaviours associated with rapid eye movement sleep behaviour disorder in Parkinson’s disease patients: a case series. 2014, J Clin Pharm Ther.

Hier solltest du einfach Geduld zeigen. Diese Symptome legen sich in der Regel nach ein paar Tagen wieder.

Was sollte man noch berücksichtigen?

CBD ist für Erwachsene gedacht und dennoch zeigt eine steigende Anzahl von Studien, dass auch Kinder davon profitieren können. Die optimale Dosierung kann aber stark abweichen. Damit es hier nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt, ist es Ratsam vor der Einnahme einen Kinderarzt zu konsultieren.

CBD mit anderen Medikamenten

Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Wechselwirkungen existieren und sie sind nicht zu vernachlässigen. Auch unscheinbare Medikamente wie Aspirin können dabei Probleme verursachen. Bei manchen Medikamentengruppen ist die Gefahr einer Wechselwirkung besonders hoch.

Antidepressiver und Blutverdünner

Besonders oft treten die Wechselwirkungen bei der Einnahme von Antidepressiva und Blutverdünner auf. CBD kann den Abbau der Pharmaka beeinträchtigen und so zu einer Überdosis führen.

Weitere Medikamentengruppen

Besonders wahrscheinlich wird eine Wechselwirkung, wenn das Medikament die Enzyme Cytochrom P450 oder CYP450 beinhaltet. Dazu gehören:

  • Steroide
  •  HMG CoA Reduktase-Hemmer
  •  Kalziumkanalblocker
  • Antihistaminika
  • Prokinetik
  • HIV antivirale Medikamente
  • Immunmodulatoren
  • Benzodiazepine
  • Antiarrythmika
  • Antibiotika
  • Anästhesiemittel
  • Antipsychotika
  • Antidepressiva
  • Anti-Epileptika
  • Betablocker
  •  PPIs
  • NSAIDs
  • Angiotension II Blocker
  • Orale hypoglykämische Wirkstoffe
  • Sulfonylharnstoffe

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Der Grapefruit Test

Eine Methode, um die Gefahr von Wechselwirkungen einschätzen zu können, ist der Grapefruit Test. Ratet dein Arzt bei der Einnahme von Medikamenten davon ab Grapefruits zu konsumieren oder wird dies in der Packungsbeilage empfohlen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass auch von CBD abzuraten ist. Der Grund ist einfach, da CBD ähnlich auf den Stoffwechsel wirkt wie die Frucht.

Welche Personengruppen sollten auf CBD Öl verzichten?

Es gibt einige wenige Personengruppen, bei denen die Einnahme von CBD Öl von vornherein abgeraten wird. Solltest du dazu gehören und dennoch nicht auf CBD verzichten wollen, dann solltest du dich mit dem Arzt deines Vertrauens auseinandersetzen.

Personen mit schwerwiegenden Erkrankungen

Schwere Erkrankungen benötigen meist auch starke Medikamente. Außerdem ist der Körper geschwächt und die Wirkung von CBD schwer abzuschätzen. Von der Einnahme von Cannabidiol ist abzuraten.

Schwangerschaft

Es wird vermutet, dass Cannabidiol die Funktion der Plazenta beeinträchtigt. Aus diesem Grund sollte die Anwendung während der Schwangerschaft nicht vorgenommen werden. Beachte auch noch Folgendes:

Vor der Schwangerschaft

Studien weisen darauf hin, dass Cannabinoide auch die Empfängnis beeinflussen. Wie sich zusätzliche Cannabinoide aber auswirken, kann bisher noch nicht eindeutig gesagt werden.

Personen mit Leberschäden

Neue Studien lassen vermuten, dass CBD die Leber angreifen kann. Wenn du ohnehin schon Probleme mit dem Organ hast, dann ist Cannabidiol vielleicht nicht die richtige Wahl für dich.

Parkinsonpatienten

Einerseits scheint CBD bei Parkinson durchaus einen positiven Effekt zu haben, andererseits aber kann es auch die Symptome, insbesondere das Muskelzittern verstärken.

Personen mit einer Immunschwäche

Auch hier gilt: Vielleicht wirkt CBD positiv bei einer Immunschwäche und vielleicht negativ. Bis wir wissenschaftlich fundierte Aussagen haben, solltest du vorsichtig sein bei der Verwendung von Cannabidiol.

Weitere Sicherheitshinweise

Weitere Sicherheitshinweise

Neben den erwähnten Risikogruppen gibt es noch Personen, bei denen wir nicht prinzipiell von der Einnahme von CBD abraten, bei denen aber erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll ist.

  • CBD kann den Augeninnendruck erhöhen. Vorsicht bei Personen mit Glaukoma.
  • CBD kann den Blutdruck senken. Vorsicht bei Personen mit Kreislaufproblemen
  • Die Wirkung von CBD auf Kleinkinder ist unklar: Vorsicht bei Kindern unter 2 Jahren.
  • CBD Produkte sind wenig reguliert. Vorsicht vor qualitativ schlechten Produkten.

Erfahrungsberichte

Obwohl die Zahl der Anwender stetig steigt, findet man im Internet wenig Erfahrungsberichte zu unerwünschten Nebenwirkungen. Dies zeigt, dass CBD in der Praxis gut verträglich ist und nur in Ausnahmefällen Nebenwirkungen verursacht. Beherzigst du unsere Tipps, solltest du grundsätzlich auf der sicheren Seite sein.

Studien zu Nebenwirkungen von CBD

Eine Studie, die sich intensiv mit dem Thema CBD und dessen Nebenwirkungen auseinandergesetzt hat, wurde 2017 durchgeführt. Dabei wurde Kindern zwischen 2 und 18 Jahren über mehrere Wochen hohe Dosen an CBD verabreicht. Mehr als die erwähnten Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Durchfall oder Appetitlosigkeit konnte nicht beobachtet werden.

Die Symptome ließen kurz nach der Reduktion von Cannabidiol wieder nach. Zu erwähnen ist außerdem, dass die Dosierung weit höher war, als der typische Erwachsene zu sich nehmen würde. Ein Ergebnis, welches die Verträglichkeit von CBD Öl untermauert. 6)Orrin D, et al. Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. 2017 N Engl J Med

Wie nehme ich CBD richtig ein?

Hast du dich jetzt nicht von möglichen Nebenwirkungen abschrecken lassen, dann wollen wir dir noch ein paar Worte zur richtigen Einnahme mitgeben. Wie du CBD verwendest, hängt vom Produkt ab. Die wichtigsten Einnahmeformen sind:

  • Sublingual: CBD Öl wird unter die Zunge getropft und dort über die Schleimhäute aufgenommen. Die Wirkung setzt normalerweise nach 10 Minuten ein.
  • Oral: Lebensmittel und Kapseln werden geschluckt und entfalten die Wirkung über den Magen. Es dauert etwa eine Stunde bis der Effekt spürbar ist. Dafür hält er aber auch länger an.
  • Inhalation: Wer sich für das inhalieren entscheidet, kann mit einer schnellen Wirkung nach einigen Sekunden rechnen. Typischerweise nutzt man hierfür CBD Liquid oder Blüten.
  • Transdermal: Über die Haut kann CBD ebenfalls aufgenommen werden. Der Vorteil ist eine sehr zielgerichtete Anwendung auf der betroffenen Stelle. Für die Transdermale Anwendung eignet sich das Öl genauso wie Creme und Salben.

Was ist die optimale Dosierung?

Eine Frage, die viele Menschen beschäftigt, auf die es aber leider keine allgemeingültige Antwort gibt. Jeder Mensch ist individuell und CBD ist dafür bekannt bei verschiedenen Personen, sehr unterschiedlich zu wirken. Am besten ist es, sich an die persönliche Dosierung heranzutasten.

Beginne mit einer kleinen Menge an Cannabidiol und steigere die Dosis beständig, bis du deine Menge gefunden hast. Keine Angst: Eine Überdosierung ist eigentlich ausgeschlossen.

Unser Fazit zu den Nebenwirkungen von CBD Öl

Ja es gibt Nebenwirkungen und ja, manche Personengruppen sollten bei der Verwendung von CBD vorsichtiger sein als andere. Dennoch sind die geringen Begleiterscheinungen ein wesentlicher Vorteil von Cannabidiol.

Vergleicht man mögliche negative Effekte von CBD mit herkömmlichen Medikamenten, wird schnell klar, dass der Wirkstoff verträglicher ist. Achte auf unsere Tipps und kontaktiere bei Unsicherheit deinen Arzt.

Wir hoffen wir konnten dir eine kleine Übersicht über die Nebenwirkungen geben. Hast du noch Fragen, Feedback oder Erfahrungen, dann lass und doch gern einen Kommentar hier. Wir würden uns freuen von dir zu hören.

Quellen   [ + ]

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