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CBD in der Schwangerschaft – Wundermittel oder Risiko?

Du fragst dich, ob du CBD während der Schwangerschaft bedenkenlos einnehmen kannst? Oder ob es deinem Kind eventuell schaden könnte?

von Maximilian Tor

CBD Schwangerschaft

Wenn du dich für CBD während deiner Schwangerschaft interessierst, solltest du dich vorher gut informieren, welche Vorteile und eventuelle Risiken dies mit sich bringt. In diesem Artikel erfährst du, bei welchen Schwangerschaftsbeschwerden CBD wirken kann, was Ärzte und Gesundheitsverbände sagen und wie schwangere Frauen reagieren.

Was ist CBD

CBD ist ein sogenanntes Phytocannabinoid (pflanzliche chemische Verbindung) in der Cannabis-Pflanze. Es besitzt viele potentielle Vorteile für die Gesundheit und wird deshalb bei Anwendern und ganzheitlichen Medizinern immer beliebter.

CBD für therapeutische Zwecke wird aus Hanf gewonnen. Es wirkt nicht psychoaktiv und kann keine Abhängigkeit auslösen.

Dadurch steht CBD im Gegensatz zu einem weiteren, eventuell bekannteren Cannabinoid, dem THC. THC ist der Bestandteil der Cannabis-Pflanze, der dich “high” macht. THC kann außerdem Abhängigkeitsverhalten auslösen.

Welche Beschwerden treten in der Schwangerschaft auf?

Viele Frauen haben in der Schwangerschaft mit typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu kämpfen. Dazu zählen hauptsächlich:

  • Hyperemesis gravidarum (unstillbares Schwangerschaftserbrechen). Dies ist eine extreme Form der Morgenübelkeit, bei der sich die Frau über den ganzen Tag verteilt häufig erbrechen muss. In extremen Fällen kann das bis zu 40 mal pro Tag vorkommen. Das kann schwere gesundheitliche Folgen für Mutter und Kind mit sich bringen, wie Nährstoff- oder Flüssigkeitsmangel.
  • Empfindlichkeiten oder Schmerzen. Sehr viele Frauen erleben im laufe der Schwangerschaft mindestens einmal eine Zeit, in der sie unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder auch Migräne leiden.
  • Schlaflosigkeit und Probleme beim Einschlafen. Eventuelle Schmerzen und hormonelle Umstellungen führen oft zu Schlafmangel in der Schwangerschaft. Das trägt dann zu der generellen Erschöpfung bei, die viele Frauen in der Schwangerschaft erfahren.
  • Ängste, Depressionen und Stress. Die genannten Beschwerden sowie die Hormonumstellung während der Schwangerschaft können dazu beitragen dass Frauen unter Ängsten, Depressionen und ganz generell unter Stress leiden.

Diese Beschwerden verleiden vielen Frauen die Schwangerschaft. Konventionelle Mittel dürfen aber manchmal nicht eingenommen werden. CBD besitzt ein sehr vorteilhaftes Wirkungsprofil, das bei den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden positive Effekte erzielen kann. Daher wird CBD als alternatives Heilmittel für werdende Mütter immer interessanter.

Wie wirkt CBD in der Schwangerschaft?

CBD wirkt gegen viele Beschwerden, da es auf das Endocannabinoid-System einwirkt. Dieses körpereigene Nervensystem trägt dazu bei, wichtige körperliche Funktionen und Prozesse wie: Stimmung, Schlaf, Schmerzempfinden und Appetit zu regulieren.

Gerade für die typischen Schwangerschaftsbeschwerden ist CBD daher sehr gut geeignet. Laut Studien kann CBD demnach äußerst positiv auf folgende Beschwerden wirken:

  • Übelkeit. Eine Studie 1)Parker L.A. et.al.: Regulation of nausea and vomiting by cannabinoids., hier im Volltext, Br J Pharmacol 2011 aus dem Jahr 2011 bestätigt, dass CBD bei Übelkeit und Erbrechen wirksam unterdrücken kann.
  • Schmerzen. Die Wirkung von CBD gegen Schmerzen ist sehr gut wissenschaftlich untersucht. Eine Studienübersicht 2)Vučković, S., et.al.: Cannabinoids and Pain: New Insights From Old Molecules, hier im Volltext, Frontiers in Pharmacology 2018 zeigt auf, dass CBD verschiedene Schmerzarten, dazu zählen Rückenschmerzen und Kopfschmerzen, effektiv lindern kann. Eine weitere Mini-Studie 3)Leimuranta, Pinja et al. Emerging Role of (Endo)Cannabinoids in Migraine., hier im Volltext, Frontiers in pharmacology 2018 bestätigt eine vielversprechende Wirkung von CBD bei Migräne.
  • Schlaflosigkeit. Mehrer Studien deuten bereits darauf hin, dass CBD Schlafqualität sowie Schlafquantität verbessern kann, wie eine Literaturübersicht 4)Babson, K.A., Set.al. Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature, hier im Volltext, Psychiatry Rep 2017 bestätigt.
  • Ängste, Depressionen und Stress. CBD kann positiv auf die Stimmung wirken und diese heben. Dadurch kann es Ängste lindern, Depressionen entgegenwirken und Stress abbauen, wie eine Literaturübersicht 5)Blessing, Esther M et al. “Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders., hier im Volltext, Neurotherapeutics : the journal of the American Society for Experimental NeuroTherapeutics 2015 aus dem Jahr 2015 darlegt.

Die Wissenschaft bestätigt somit, dass CBD eine positive Wirkung auf die Symptome haben kann, die auch während der Schwangerschaft häufig vorkommen.

Aber sollten schwangere Frauen CBD zu sich nehmen? Oder könnte sich das negativ auf das Kind auswirken?

Cannabinoide während meiner Schwangerschaft unbedenklich

Sind Cannabinoide während meiner Schwangerschaft unbedenklich?

Leider kann dies nicht uneingeschränkt mit “Ja” beantwortet werden. Das liegt vor allem daran, dass es noch keine Humanstudien mit schwangeren Frauen gibt. Zwar kann CBD gegen Schwangerschaftsbeschwerden wirksam sein. Die Forscher wissen aber noch nicht, ob sich CBD eventuell negativ auf das ungeborene Kind auswirken könnte.

Der Mangel an wissenschaftlichen Untersuchungen führt dazu, dass Experten wie der Verband der Kinderärzte in den USA oder Food and Drug Administration ausdrücklich von der Einnahme während der Schwangerschaft abraten.

Zudem haben einige Tierstudien 6)Gustafsson, S.B., Jacobsson, S.O.P. Effects of cannabinoids on the development of chick embryos in ovo., hier im Volltext, Sci Rep 2019 // Fish, E.W. et al. Cannabinoids Exacerbate Alcohol Teratogenesis by a CB1-Hedgehog Interaction., hier im Volltext, Sci Rep 2019 gezeigt, dass CBD sich negativ auf die Entwicklung der Embryos auswirken kann. Hauptsächlich betraf dies die Gehirn- sowie Gesichtsentwicklung und führte zu Entwicklungsverzögerung sowie Gesichtsdeformation.

Zu beachten ist jedoch, dass es sich hier im Tierstudien handelt und niemand wirklich sagen kann, ob sich diese Ergebnisse auch bei menschlichen Embryos zeigen würden. Dennoch solltest du als werdende Mutter die Risiken genau abwägen und dich am besten mit deinem Arzt beraten.

Bei gesunden und nicht-schwangeren Personen besitzt CBD ein sehr gutes Sicherheitsprofil und hat kaum Nebenwirkungen, wie die Weltgesundheitsorganisation feststellte 7)WHO: CANNABIDIOL (CBD). Critical Review Report, hier im Volltext, 2018. Demnach gehören zu den Nebenwirkungen hauptsächlich ein trockener Mund, Schläfrigkeit, Übelkeit und Durchfall. Diese treten vor allem bei hohen Dosierungen auf.

Darf ich CBD während der Stillzeit einnehmen?

Während der Stillzeit solltest du CBD nicht einnehmen. Über die Muttermilch können Substanzen, die du zu dir nimmst, auf das Kind übertragen werden. Da noch nicht geklärt ist, wie sich CBD auf Säuglinge auswirkt, solltest du, solange du stillst, von der Einnahme absehen.

Wie nehme ich CBD ein während ich Schwanger bin und wie dosiere ich es am besten?

Es gibt viele verschiedene Arten von CBD Produkten. Diese unterscheiden sich sowohl in ihrer Form, als auch in der Formulierung. Unterschiedliche Formen von CBD Produkten sind:

  • CBD Öl
  • CBD Kapseln
  • CBD Salben, Cremes und Lotionen
  • CBD Liquid, dass du inhalieren kannst

Aber auch in der Formulierung der Produkte gibt es große Unterschiede. Zum einen gibt es Vollspektrum-Produkte, zum anderen CBD Isolate. Vollspektrum-Produkte enthalten neben CBD noch weitere Cannabinoide, darunter auch THC.

Normalerweise sind diese Produkte zu empfehlen, da die Cannabinoide miteinander interagieren und sich in der Wirkung positiv verstärken. Während der Schwangerschaft solltest du diese jedoch nicht einnehmen und besser zu einem Isolat greifen. Das liegt daran, dass THC erwiesenermaßen schädlich auf dein ungeboren Kind wirken kann.

Solltest du dich dazu entscheiden, CBD während der Schwangerschaft einzunehmen, sprich dies unbedingt mit deinem Arzt ab. Vor allem hinsichtlich der Dosierung kann dieser dir beratend zur Seite stehen und gemeinsam mit dir die Einnahme protokollieren.

Das beste CBD Öl während einer Schwangerschaft

Bei CBD Produkten gibt es große Unterschiede in der Qualität. Du solltest daher nur sehr hochwertige Produkte kaufen. Gerade während der Schwangerschaft möchtest du keine Produkte zu dir nehmen, die eventuelle Schadstoff- oder Lösungsmittelrückstände beinhalten. Achte daher auf Folgendes:

  • Das Produkt stammt aus biologischem Anbau.
  • Der Hersteller verwendet die CO2-Extraktionsmethode.
  • Das Produkt besitzt ein Analysezertifikat, welches die genauen Inhaltsstoffe angibt.

Erfahrungen mit CBD

Erfahrungen mit CBD während der Schwangerschaft

Obwohl Experten von der Einnahme von CBD abraten, gibt es eine wachsende Anzahl von schwangeren Frauen, die sich zu CBD bekennen:

“Bereits nach der ersten Einnahme war es, als hätte jemand den Schalter umgelegt, von dem mir die ganze Zeit übel war. Ich war wieder in der Lage, mich zu bewegen, zu schlafen und zu essen, ohne mich übergeben zu müssen.” – Maggie Frank (zitiert aus parents.com)

“CBD-Öle haben meine Angst während der Schwangerschaft erheblich reduziert und das Einschlafen erleichtert. Sie haben auch geholfen, die Gelenkschmerzen während der Schwangerschaft zu verringern.” – Jennifer Ferris (zitiert aus parents.com)

Fazit

Bei dem Thema CBD während der Schwangerschaft gehen die Meinungen stark auseinander. Auf der einen Seite stehen sie Experten, die von der Einnahme abraten. Auf der anderen Seite stehen schwangere Frauen, die von einer deutlichen Linderung schwerer Schwangerschaftsbeschwerden berichten.

Wenn du dich für CBD während deiner Schwangerschaft interessierst, solltest du dich genau informieren und dann abwägen, was du für richtig hälst. Sprich dich aber auf jeden Fall mit einem Arzt ab und investiere nur in hochwertige CBD Isolate.

Hast du schon Erfahrungen mit CBD in der Schwangerschaft gemacht? Was ist deine Meinung zum Thema? Teile sie mit uns und unseren Lesern in den Kommentaren.

Quellen   [ + ]

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